Das Projekt: Die Kulturkutsche
Mit Pferd und Wagen durch das Oderbruch - eine Bildungsreise

Zielgruppen
Kinder und Jugendliche ab Vorschulalter, Erwachsene

Projektziele
Vorgelebte Werte sind Voraussetzung für Sinn und Orientierung im Leben. Auf sehr spielerische Weise lernen die Kinder die Lebensbedingungen einer Bauersfamilie auf dem platten Lande kennen:
- Werte vermitteln „das einzige Pferd im Stall“
- Eigenversorgung als Notwendigkeit (Kuh, Garten)
- Zufriedenheit trotz schwieriger Lebensbedingungen
- die Familie als wichtiger Bestandteil des Lebens.
Gekoppelt sind diese Erlebnisse mit dem Besuch einer Einrichtung, die sich heute mit Tier- und Artenschutz und der Erhaltung des Oderbruchs als Kulturlandschaft befasst.
Ein wunderbarer Nebeneffekt ist das Erleben der freien Natur und der reizvollen, abwechslungsreichen Landschaft aus einer, für die Kinder oft völlig neuen Perspektive - von der Kutsche aus. Viele Kinder, selbst aus dem ländlichen Raum, sind es nicht mehr gewohnt, in der Natur zu spielen.
Durch den Besuch des Museums bekommen die Kinder dann auch einen Einblick in die Wohn- und Lebenssituationen der Landbevölkerung um 1900 und erfahren so viel Wissenswertes über damalige soziale Strukturen. Ziel ist es auf diese Weise auch die sozialen Fähigkeiten der Kinder zu stärken, ihren Horizont zu erweitern und neue Perspektiven zu entwickeln.

Auf welche Art der Veränderung zielt das Projekt primär ab?
Durch den erlebnispädagogischen Ansatz des Projekts soll in den Kindern ein Bewusstsein für die notwendige Symbiose vom Mensch, Natur und Tier in der Vergangenheit und Gegenwart geschaffen werden. Das Angebot gibt Kindern die Möglichkeit historische Lebensräume zu erobern, dabei wird auch die bewusste Wahrnehmung ländlicher Alltagsumgebung und ausgewählter historischer Bauwerke gefördert.

Vision
Wir wünschen uns auch weiterhin Kindern diese Art der Erfahrung mit allen Sinnen bieten zu können, denn nur so wird es uns gelingen, die Lebens- und Arbeitsweise früherer Generationen, deren Brauchtum und Geschichte in den Köpfen zukünftiger Generationen lebendig zu erhalten.

Maßnahmen und Methoden der Projektarbeit in der Praxis
Das Tagesprogramm beginnt mit einer kurzen Einführung in die Ausstellung zum „Leben und Wohnen auf dem platten Land“, die als Kind gerechte Führung aufgebaut ist (ca. 45 Minuten), daran anschließend gibt es im Gewölbekeller des Schlosses Altranft ein historisches Mittagessen auf braunem Steingutgeschirr. Nebenbei erfahren die Kinder Wissenswertes über die Ernährung um 1900.
Danach geht es per Kutsche für ca. 2 Stunden durch die reizvolle Landschaft des Oderbruchs. Dabei wird den Kindern erklärt, das die Landwirtschaft, seit der Trockenlegung des Bruchs, die Haupteinnahmequelle für die Bevölkerung war und wie der Tagesablauf eines Kutschers um 1900 aussah.
Während dieser 2 Stunden besuchen die Kinder dann entweder den Oderbruch-Zoo Altreetz oder das Storchenmuseum in Neugaul und es gibt ein Picknick im Grünen. Bei schlechtem Wetter steht eine Baude zur Verfügung.

Die besonderen Stärken des Projektes
Bei diesem Projekt wird die eigentliche Museumsarbeit, Vermitteln und Bilden, nur im Anfangsteil durch personale Vermittlung, in Form einer Ausstellung geleistet. Die restliche Zeit des Tages geschieht diese
Bildungsarbeit explizit in erlebbarer, begreifbarer Form: Sei es beim Mittagessen, beim Kutsche fahren, bei den Erzählungen des Kutschers, im Zoo oder im Storchenmuseum.
Den Kindern werden so die Aktivitäten und Informationen in den unterschiedlichsten Rezeptionsformen ermöglicht. Das macht das Museum zu einem erlebnisorientierten Ort und sorgt in Zukunft dafür, dass wir mehr Kinder für das Museum interessieren können, um ihnen diesen Ort positiv zu vermitteln und vertraut zu machen.

Wünsche für die Weiterentwicklung
Entwicklung des Projektes als kontinuierliches Angebot für Kinder und Jugendliche um so auch andere Standorte in der Region zu sichern, siehe Oderbruch- Zoo und Storchenmuseum.
Das Projekt birgt auch die Möglichkeit, mit den benötigten Pferden weitere Tiere auf die museumseigene Haustier-Koppel zu bringen und mit dem Kutscher einen weiteren, sehr wichtigen Berufszweig der Zeit um 1900 im Museum darzustellen.
Sehr hilfreich für das Projekt wäre eine Förderung der Kosten für Pferd und Kutsche, da diese sehr oft von den Klassen nicht getragen werden können. Damit könnten soziale Benachteiligungen von vorn herein kompensiert werden.
Wir würden das Projekt gern auf unserem Bauernhof weiter entwickeln. Die Kinder könnten als „Gemüsedetektive“ Gemüse erkennen, ernten und selbst zubereiten.

 

Projektlaufzeit
seit 2008

Inhaltliche Schwerpunkte
kulturelle und historische Bildung, im Sinne ganzheitlicher Bildung und erkennen und einschätzen der eigenen Potenziale

Projektmitarbeiter
1 hauptamtlicher Mitarbeiter

Projektfinanzierung
Eigenanteil der Schulklassen

Projektpartner
Fuhrunternehmen der Region, NABU Brandenburg, Oderbruch-Zoo Altreetz

Projektinternetseite
freilichtmuseum-altranft.de

Name der Organisation
Freilichtmuseum Altranft

Träger
Gemeinnützige Kultur GmbH Märkisch Oderland

Zwecke
Förderung von Kultur und Bildung

Sitz
Bad Freienwalde OT Altranft

Wirkungsregion
Berlin-Brandenburg

Gründungsjahr
1992

Rechtsform
gGmbH

Mitarbeiter
7 hauptamtliche Mitarbeiter_innen

Kontakt
Freilichtmuseum Altranft
Am Anger 27
16259 Bad Freienwalde
OT Altranft
Tel.: 03344 414313
freilichtmuseum-altranft.de

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