Das Projekt: Ein Tag im Oderland
Das Oderbruch, eine Kulturlandschaft - seine Trockenlegung und Kolonisation

Zielgruppen
Kinder der 4. bis 7. Klasse; in einem weiterführenden Projekt Kinder und Jugendliche der 7. bis 10. Klasse

Projektziele
Das Programm „Ein Tag im Oderland“ behandelt die Thematik des Oderbruchs - seine Trockenlegung und Kolonisation, also die künstliche Veränderung einer Kulturlandschaft und den daraus resultierenden Wandel der Lebensumstände eines ganzen Landstriches. Das Projekt hat einen theoretischen Teil, in dem Ortschaften mit unterschiedlichen Siedlungsformen und die wichtigsten Standpunkte der Meliorationsarbeiten der Oderlandschaft besucht werden.
In einem zweiten, praktischen Teil erhalten die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, Gebäude aus der Zeit vor und nach der Trockenlegung von innen selbst zu erkunden.
Ein traditionelles Mittagessen (Kartoffelsup´, Gänsewein und frisches Brot), aus der Zeit um 1900, das im historischen Gewölbekeller des Schlosses Altranft gereicht wird, rundet den Tag ab. Dabei werden die
Sinne und die Wahrnehmung der Kinder geschult.
Die Kinder und Jugendlichen erhalten einen bleibenden Eindruck der Lebens- und Arbeitsweisen der Landbevölkerung vor und nach der Trockenlegung des Oderbruchs und speziell um 1900.
Ein zusätzlicher Schwerpunkt des Programms liegt in der Notwendigkeit der Einführung der Kartoffel als Ernährungsgrundlage für die breite Bevölkerung, aufgrund von Klima- und Bodenveränderungen.

Auf welche Art der Veränderung zielt das Projekt primär ab?
Die Entwicklung und Weiterentwicklung persönlicher Kompetenzen der Schüler steht bei uns im Vordergrund. Durch die erlebbare und begreifbare Geschichte können sich die Kinder und Jugendlichen eher im Hier und Jetzt verorten und die eigene Vergangenheit und Traditionen in der Familie besser verstehen. Wir schaffen somit Grundlagen für ein lebenslanges, informelles und generations-übergreifendes Lernen.
Aufgrund der vielfältigen eingesetzten Methoden wird zum einen das Team, der Klassenverbund gestärkt, aber auch das Arbeiten und Arrangieren in kleineren Teamgruppen. Zudem hat jeder Schüler die Möglichkeit, sich vor den Mitschülern zu behaupten und seine eigenen Fähigkeiten auszuloten.

Vision
Geschichte erlebbar machen und so Kinder durch das praktische Erleben und Begreifen vergangener Wohn- und Arbeitsweisen für ihre Zukunft stärken.

Maßnahmen und Methoden der Projektarbeit in der Praxis
Das Projekt wurde über eine eigens erstellte Internetseite und Schreiben an Schulen und Jugendeinrichtungen bekannt gemacht. Außerdem haben wir das Angebot in unseren Katalog für museumspädagogische Programme aufgenommen. Die einzelnen Schulklassen können sich auf der Internetseite www.ein-tag-im-oderland.de oder unter einer separaten Telefonnummer informieren und den „Tag im Oderland“ buchen.
Die Kinder erleben den Tag größtenteils gemeinsam in der Gruppe. Am Nachmittag bestreiten sie in Teams mit bis zu 6 Kindern eigenständig und ohne Begleitung eine Erkundungstour durch das Dorf. Bei der Abschlussaufgabe probieren sich die Kinder in ungewohnten Tätigkeiten aus. Das Programm endet mit einem Abschlussgespräch in der gesamten Gruppe.

Die besonderen Stärken des Projektes
Die Stärken des Programms liegen in der Kombination von Theoretischem und Praktischem. Was sich die Kinder am Vormittag auf ihrer Bustour ansehen, können sie am Nachmittag „begehen“. Wir schaffen so die Möglichkeit Geschichte zu erleben, zu erfühlen und zu riechen und machen spürbar, wie hart das alltägliche Leben um 1900, auch und gerade für Kinder, war. Dazu schafft das einfache Mittagsmahl in historischkargem Ambiente weitere sinnliche Eindrücke.

Wünsche für die Weiterentwicklung
Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg sowie mit Unterstützung der Sparkasse Märkisch-Oderland. Nach Ablauf des Förderzeitraums würden wir dieses Projekt, das in seiner Art einzigartig ist und sehr anschaulich die Lebens- und Arbeitssituationen um 1900 erklärt, gern als eigenständiges Programm in unser Angebot mit aufnehmen.
Die Förderung des Bustransfers hat sich für Schulklassen als besonders lohnenswert erwiesen, weil dadurch soziale Unterschiede in den Hintergrund treten und Benachteiligungen weites gehend eingeschränkt werden können. Wir möchten auch weiterhin allen Schülern die Möglichkeit geben, solche außerschulischen Projekte durchzuführen.
Eine Erweiterung für polnische Schüler ist angedacht.

Projektlaufzeit
2008 - 2013

Inhaltliche Schwerpunkte
kulturelle und historische Bildung, im Sinne ganzheitlicher Bildung und erkennen und einschätzen der eigenen Potenziale

Projektmitarbeiter
3 hauptamtliche Mitarbeiter

Projektkosten pro Jahr
ca. 12.000 € Insgesamt
ca. 8.500 € Sachkosten
ca. 3.500 € Personalkosten

 

Projektfinanzierung
Sponsoring, Eigenanteil der Schulklassen

Projektpartner
Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte GmbH Potsdam

Projektinternetseite
www.ein-tag-im-oderland.de

Name der Organisation
Freilichtmuseum Altranft

Träger
Gemeinnützige Kultur GmbH Märkisch Oderland

Zwecke
Förderung von Kultur und Bildung

Sitz
Bad Freienwalde OT Altranft

Wirkungsregion
Berlin-Brandenburg

Gründungsjahr
1992

Rechtsform
gGmbH

Mitarbeiter
7 hauptamtliche Mitarbeiter_innen

Kontakt
Freilichtmuseum Altranft
Am Anger 27
16259 Bad Freienwalde
OT Altranft
Tel.: 03344 414313
freilichtmuseum-altranft.de

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