Fachtag „Kinder.Stiften.Zukunft.“ in Märkisch-Oderland


Viele Akteure, die sich für Kinder- und Jugendliche einsetzen, wissen zuweilen (noch) nicht, wer mit wem kooperieren und kommunizieren könnte und sollte…
Kinder.Stiften.Zukunft. ist ein erprobtes Veranstaltungskonzept der Bertelsmann Stiftung, das bereits in Wolfsburg, Nürnberg, Erlangen, Berlin und in München sogar zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Der Kinder.Stiften.Zukunft.-Fachtag bringt leistungsfähige Organisationen und wirksame Initiativen für junge Menschen mit Stiftungen, Unternehmen und staatlichen Akteuren zusammen.
Ganz herzlich möchte ich mich bei den Projektverantwortlichen im Landkreis Märkisch-Oderland bedanken. Sie haben mit so großem Einsatz diesen Fachtag organisiert und gestaltet. Die Realisierung des Teilnehmerhandbuches zollt von großem Engagement und Tatkraft. Das Handbuch symbolisiert die Vielfalt der Organisationen in der Kinder- und Jugendbranche. Nicht jeder kann und muss alles machen, und nicht jeder muss das Rad neu erfinden. Es bedarf der Vernetzung der Akteure, die sich aktiv für Kinder und Jugendliche einsetzen. Denn Information und Transparenz sind der erste Schritt zur Vernetzung und Kooperation.
Vernetzung ist mehr, als sich zu kennen. Vernetzung heißt auch sich auszutauschen, sich zu konkreten Maßnahmen zu verabreden, gemeinsam die Dinge so zu gestalten, dass Gutes noch besser erreicht wird. Das soll mit dem Fachtag in Märkisch-Oderland deutlich vorankommen.
Gerade hier im ländlichen Bereich sind die Herausforderungen für die Kinder und Jugendlichen sowie für die Unternehmen vielfältig: Demographischer Wandel, Abwanderung, soziale Infrastruktur, etc. Bildung ist ein zentraler und unterschätzter Potenzialfaktor von Regionen. Die Attraktivität des ländlichen Raums als Arbeits- und Lebensraum hängt entscheidend von möglichst wohnortnahen und qualitativ überzeugenden Bildungsangeboten ab. Der demographische Wandel stellt die Schullandschaft vor große Herausforderungen. Viele - vor allem ländliche - Regionen sehen sich einem stetigen Rückgang der Schülerzahlen gegenüber, sei es aufgrund der kommenden geburtenschwachen Jahrgänge oder des Wegzugs von Familien in Richtung der großen Ballungszentren wie Berlin. Trotz oder gerade wegen der demographischen Herausforderungen gilt es, nachhaltige und zukunftssichere Bildungsstrukturen zu schaffen.
Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: „Auch eine Reise von 1000 km beginnt mit dem ersten Schritt nach vorne.“ Den ersten Schritt haben Sie bereits getan. Seien Sie stolz darauf und gehen Sie nun gemeinsam weiter! Denn nur gemeinsam können wir die gesellschaftlichen Herausforderungen bewältigen.

Herzlichst Ihre Dr. Brigitte Mohn

Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann Stiftung

 


Kinder stiften Zukunft - die Zukunft im Landkreis Märkisch-Oderland


Wie diese Zukunft aussehen wird, hängt entscheidend von den Chancen ab, die wir heute den jungen Menschen in unserer Region bieten, ob wir sie lebens- und handlungsfähig machen.
Sie brauchen die Fähigkeiten und das Selbstbewusstsein, ihr Leben und ihre Lebenswelt positiv zu gestalten.
Es gibt in unserem Landkreis sehr viele Initiativen, Vereine und Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich für genau dieses Ziel einsetzen.
Darauf können wir stolz sein.
Auch gibt es zahlreiche Stiftungen, Unternehmen und Spender, die diese Menschen bei ihrem Engagement unterstützen.
Ziel dieses Fachtags, den der Landkreis gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern veranstaltet, ist es, all diese Akteure zusammenzubringen und ihnen Gelegenheit zum Austausch zu bieten.
Funktionierende Jugendarbeit braucht gutes Miteinander, tragfähige Kooperationen und den Abbau von Barrieren.
Wenn alle Akteure gemeinsam an diesem Ziel arbeiten, sehe ich gute Perspektiven für die Entwicklung des Landkreises.

Gernot Schmidt
Landrat

 


 

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachtages,
sehr geehrte Damen und Herren,

Kinder sind unsere Zukunft. Dieser Satz geht schnell über die Lippen. Die Bedeutung dahinter kann jedoch nicht hoch genug eingeschätzt werden. Alle gesellschaftlichen Akteure haben eine immense Verantwortung gegenüber der nächsten Generation.
Wenn wir also davon sprechen, dass unsere Gesellschaft zukunftsfähig und nachhaltig gestaltet werden muss, sollte unser Blick zunächst auf die heranwachsenden jungen Menschen gerichtet sein. Chancengleichheit und Teilhabe sind dabei die wesentlichen Voraussetzungen, die es ermöglichen, dass Kinder sich ausprobieren, Freiheiten kennenlernen, Eigenverantwortung erfahren und sich ihrer selbst bewusst werden.
Insbesondere die Wirtschaft ist in der Pflicht, denn Mitarbeiter und Geschäftspartner sind meistens auch Mütter und Väter. Verantwortung übernehmen für die Zukunft der Gesellschaft, für Kinder und Jugendliche, fängt in Unternehmen deshalb schon dort an, wo man es auf den ersten Blick eigentlich nicht vermutet. Arbeitszeitregelungen, Führungs- und Unternehmenskultur und die Gestaltung von unternehmensinternen organisatorischen Abläufen beeinflussen das Zusammenleben von Eltern und ihren Kindern in einer Weise, deren Ausmaße in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen sind. Sie  beeinflussen das gesellschaftliche Zusammenleben und gehen weit über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hinaus.
Das Engagement für Kinder und Jugendliche in Märkisch-Oderland ist sehr vielfältig. Alle Beteiligten haben ihre jeweils eigenen Stärken, Erfahrungen und Kontakte. Umso wichtiger ist es, dass alle diejenigen, die sich für Kinder und Jugendliche engagieren, zusammen kommen, sich kennenlernen, Erfahrungen austauschen und Netzwerke bilden. Der Fachtag Kinder.Stiften.Zukunft bietet die ideale Plattform dafür.
Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit für Kinder sind keine Lippenbekenntnisse. Wir haben heute ganz konkret die Möglichkeit, diese Anliegen gemeinsam in die Tat umzusetzen.

Dr. Ulrich Müller
Präsident der IHK Ostbrandenburg


 

Was ist eine Gesellschaft? Es drängt sich das Bild eines Uhrwerks auf, bei dem die einzelnen Zahnräder ineinandergreifen, damit das Ganze funktioniert.
Wir als Kreis-Kinder und Jugendring haben die Zahnräder, die sich mit Kinder- und Jugendarbeit befassen, in unserem Fokus, deren Stärkung ist unsere Aufgabe als Dachverein. Wirklich funktionierende Jugendarbeit ist jedoch nur möglich, wenn sie eingebettet ist in das gesellschaftliche Zusammenspiel aus staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren, aus gemeinnützigen und Wirtschaftsverbänden, und um dieses Zusammenspiel geht es bei diesem Fachtag.
Ein positives Beispiel für eine solche Zusammenarbeit wurde bereits im Organisationsteam erprobt, in dem Vertreter gemeinnütziger Verbände, Verwaltung und Wirtschaft gemeinsam für die Jugend diese Veranstaltung auf die Beine gestellt haben.
Jugendarbeit hat Auswirkungen auf alle Akteure in Märkisch-Oderland und gleichzeitig haben alle Akteure die Möglichkeit, positiv auf Jugendarbeit einzuwirken.
Die Zahnräder „Jugendprojekte“ wirkungsvoll im Uhrwerk zu positionieren, so dass sie untereinander und mit den Rädern aus anderen Lebensbereichen harmonisch zusammenwirken, das ist unser Ziel bei diesem Fachtag.

der Vorstand des Kreis-, Kinder und Jugendrings Märkisch-Oderland e.V. (KKJR MOL)

Andreas Raböse, Sandra Schmidt, Falk Wieland, Marina Hinz, Stefan Döbrich

Joomla Template by Joomla51.com