Das Projekt: Haftvermeidung durch soziale Integration

Zielgruppen
Delinquente Jugendliche und Heranwachsende insbesondere Wiederholungstäter oder solche, die einer schweren Straftat verdächtigt werden und von Haft bedroht sind, Jugendliche mit elementaren Sozialisationsdefiziten, die den Sinn geltender Normen und Werte aufgrund tief verwurzelter irrationaler Prämissen in Bezug auf sich selbst und andere nicht verstehen und deren dissoziale Verhaltensweisen und –normen sich aus diesem Grund zu verfestigen drohen sind Zielgruppe des Projektes.

Projektziele
Die vorrangigen Projektziele sind die Vermeidung freiheitsentziehender Maßnahmen, um einer sich häufig daran anschließenden sozialen Desintegration entgegenzuwirken.
Verhaltensänderung durch Einstellungsänderung unter Berücksichtigung der sozialen Bedingungen, unter denen der Jugendliche nach Beendigung der Maßnahme leben wird ist ebenso Ziel des Projektes wie der Erwerb sozialer Qualifikationen durch die Erweiterung sozialer Kompetenzen. Durch den arbeitspolitischen Hintergrund des Projektes sind die Jugendlichen zur Erlangung einer Ausbildung bzw. Arbeit zu befähigen. Dazu kommt Elternarbeit, Integration in soziale Systeme wie Sportvereine, FFW, THW u.a.

Auf welche Art der Veränderung zielt das Projekt primär ab?
Das Projekt soll den Jugendlichen soziale Kompetenzen und Stärken vermitteln um perspektivisch ein straffreies Leben zu führen. Desweiteren sollen die Teilnehmer zu einer Berufsausbildung bzw. deren Vorbereitung befähigt und auch vermittelt werden.
Zu diesem Zweck knüpfen wir mit Handwerk und Wirtschaft der Region Kontakte. Die Unternehmen, die straffällige Jugendliche beschäftigen und somit zur Integration derer in die Gesellschaft beitragen, werden durch die Jugendwerkstatt während der Dauer der Ausbildung oder des Praktikums von unseren sozialpädagogischen Fachkräften unterstützt.

Vision
Die Vision ist, Netzwerke zu stricken um gestrauchelte Jugendliche auffangen zu können, ohne dass diese am Ende in ein endloses Loch fallen.

Maßnahmen und Methoden der Projektarbeit in der Praxis
Maßnahmen und Methoden des Projektes sind: sozialpädagogische Einzel- und Gruppenarbeit, Netzwerkarbeit unter Einbeziehung von: Richtern, Arbeitsagenturen, Beschäftigungs- und Bildungsträgern Jugendämtern, Justizbehörden, Drogen-, Schuldner- und anderer Beratungsstellen, Einbeziehung des sozialen Umfeldes

Zur Gruppenarbeit gehören folgende Schwerpunkte:

  • Soziale Trainingskurse und Anti-Aggressivitäts- Training® als geschlossene Gruppenangebote, Dauer der Trainingskurse: mindestens sechs Monate
  • Gruppenaktivitäten mit erlebnispädagogischer Ausrichtung
  • niedrigschwellige Bildungsangebote


Als Handlungsmittel setzen wir auf:

  • Konfrontative und akzeptierende Arbeit
  • Training sozialer Qualifikationen und Kompetenzen
  • Wiedergutmachung
  • Täter-Opfer-Ausgleich


Die besonderen Stärken des Projektes
Besondere Stärken des Projektes sind die Erlebnisse und die Konfrontation der Jugendlichen mit ihren Handlungen um dadurch die eigenen Schwächen und Fehltritte umso deutlicher zu erkennen und an diesen fehlenden Kompetenzen zu arbeiten. Da dies in der Gruppe geschieht, ist es umso wirkungsvoller.

Wünsche für die Weiterentwicklung
Wünschenswert wäre eine Weiterführung des Projektes über die ESF-Förderperiode hinaus. Weiterhin wünschen wir uns noch mehr Interesse seitens der Unternehmen, um die Hürde „Straffälligkeit“ zugunsten der Projektteilnehmer zu überwinden und dadurch eine bessere Integration dieser möglich zu machen.

 

Projektlaufzeit
Seit 2006 - 2013

Inhaltliche Schwerpunkte
Haftvermeidung, Sozialpädagogische Betreuung von Jugendlichen Straffälligen

Projektmitarbeiter
4 hauptamtliche Mitarbeiter
4 freiwillig Engagierte

 

Projektkosten pro Jahr
79.500 € Insgesamt
12.000 € Sachkosten
67.500 € Personalkosten

Projektfinanzierung
ESF-Mittel, Kofi LK MOL

Projektpartner
HSI-Netzwerk, SPI, DRK Kreisverband Seelow, LK MOL, MdJ
Land Brandenburg


Projektinternetseite
jugendwerkstatt-hoenow.de

Name der Organisation
Jugendwerkstatt Hönow e.V.

Träger
Jugendwerkstatt Hönow e.V.

Zwecke
Jugendhilfe

Sitz
Dorfstraße 26a, 15366 Hoppegarten OT Hönow

Wirkungsregion
Land Brandenburg

Gründungsjahr
1994

Rechtsform
Gemeinnütziger e.V.

Mitarbeiter
15 hauptamtliche Mitarbeiter_innen
22 freiwillig Mitarbeiterinnen

Kontakt
Jugendwerkstatt Hönow e.V.
S. Döbrich, J. Köckeritz
Dorfstraße 26a
15366 Hoppegarten OT Hönow
Fon 03342 302497
Fax 03342420323
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