Das Projekt: NESTWÄRME
Ein Projekt des CJD-Märkisch Oderland

Zielgruppen
In die Familienwohngruppe werden Kinder bis zu einem Alter von ca. 10 Jahren aufgenommen, die nach §§ 34 oder 35a KJHG eine ganztägige Hilfe zur Erziehung in einer sonstigen betreuten Wohnform benötigen.

Projektziele
Wir begleiten und fördern die Kinder in ihrer Entwicklung und vermitteln dabei positive Lebenswerte. Auf dieser Basis sollen sie mit einem gestärkten Selbstbewusstsein zu individuellen Persönlichkeiten reifen und Lebensfreude entfalten.
Es ist unser Ziel, in Übereinstimmung mit der Hilfeplanung den Kontakt der Kinder zu den Herkunftsfamilien aufrecht zu erhalten und die Beziehungen zu den Eltern zu festigen, um eine eventuelle spätere Wiedereingliederung in die Familie zu erleichtern.
Wir sehen unsere Aufgabe darin, jedes Kind unter Berücksichtigung seiner individuellen Fähigkeiten und Defizite in jeder Hinsicht realitätsorientiert zu fördern. Dies gilt hauptsächlich für das schulische Aufgabengebiet, jedoch auch für den gesamten Freizeitbereich. Wir leiten die Kinder an, Ideen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu entwickeln und kreativ umzusetzen, dabei lernen sie sportliche, kreative und musikalische Aktivitäten kennen.

Auf welche Art der Veränderung zielt das Projekt primär ab?
Die Art der Unterbringung beinhaltet eine intensive sozialpädagogische Betreuung durch das innewohnende Erzieherehepaar rund um die Uhr unter einem Dach. Beide MitarbeiterInnen sind für die Kinder die wichtigsten Bezugspersonen und täglich für sie präsent.
Der schichtdienstbedingte Wechsel von Erziehern entfällt. Die aufgenommenen Kinder lernen ein stabiles Familiensystem mit seinem sozialen Umfeld kennen. Sie wachsen mit den 3 Kindern der Kernfamilie gemeinsam auf. Die gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse sollen sie auf ein selbständiges Leben vorbereiten und befähigen, soziale Beziehungen zu knüpfen, zu pflegen und weiterzuentwickeln. Bei entsprechender Platzkapazität werden Geschwisterkinder bevorzugt aufgenommen. Über die Aufnahme von Kindern mit körperlichen und geistigen Behinderungen wird im Einzelfall und in Abhängigkeit der aktuellen Gruppenstruktur entschieden. Kinder, die für ihre Entwicklung einen überschaubaren Lebensraum, feste Bezugspersonen und klare Regeln brauchen, erfahren im realen Familiensystem Geborgenheit und qualifizierte Erziehungshilfe.

Maßnahmen und Methoden der Projektarbeit in der Praxis
Unsere Familienwohngruppe ist eine Gemeinschaft, in er sich durch das Zusammenleben von eigenen und aufgenommenen Kindern eine eigene Gruppendynamik entwickelt. Es ist uns wichtig, dass die Kinder lernen, Beziehungen zu gestalten und in Konfliktsituationen konstruktive Lösungswege zu finden. Unter fachlicher Anleitung werden ihnen im aktuellen Bezug soziale Kompetenzen vermittelt, die eine gute Grundlage für die Bewältigung schwieriger Lebenssituationen jetzt und später bilden. Regelmäßig finden Fallgespräche und Supervision mit dem fachlichen Koordinator der Jugendhilfe/ Psychologe statt.
Wir sind bestrebt, mit den Fachkräften aus Schulen, Jugendämtern, Gesundheitswesen (besonders SPZ und PIA) eng zusammenzuarbeiten, um für die Kinder die bestmöglichste Hilfeform zu gewährleisten. Um die Entwicklung der Kinder zu verdeutlichen, werden kindesbezogene Dokumentationen angefertigt und Entwicklungsberichte erstellt.

Die besonderen Stärken des Projektes
Die Kinder lernen ein komplexes Familiensystem kennen und entwickeln unter sozialpädagogischer Anleitung ihre sozialen Kompetenzen. Wir bieten den Kindern ein zeitweiliges zu Hause, wo sie im vertrauensvollen und offenen Miteinander Geborgenheit erleben und „Nestwärme“ spüren.
Auf dem Weg in die Selbständigkeit möchten wir jedes Kind unter Berücksichtigung seiner individuellen Fähigkeiten und Defizite fördern und mit ihm Lebensperspektiven entwickeln.
Eine sinnvoll-kreative Freizeitgestaltung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Dabei stehen neben handwerklichen und musikalischen Förderangeboten erlebnispädagogische Aktionen im Vordergrund.

Wünsche für die Weiterentwicklung
Wir wünschen uns für die Fortsetzung unserer Arbeit die weitere Bestärkung des spezifischen Angebotes eines integrativen Platzangebotes laut SGB XII, das heißt die Pflege und Betreuung körper- und geistig behinderter Kinder.

 

Projektlaufzeit
seit 1996

Inhaltliche Schwerpunkte
Familienbetreutes Wohnen

Projektmitarbeiter
2 hauptamtliche MitarbeiterInnen

 

Projektfinanzierung
Jugendämter / SGB VIII §§ 34 und 35a

Projektpartner
zuständige Jugendämter, Schulen, soziale Einrichtungen, sowie kirchliche und gemeinnützige Vereine, SPZ, PIA

Projektinternetseite
www.cjd-mol.de

Name der Organisation
CJD Märkisch-Oderland

Träger
Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e. V.

 

Zwecke
Erziehung, Betreuung, Ausbildung und Fortbildung, die berufliche und
medizinische Rehabilitation sowie die soziale Begleitung und der internationale Austausch von jungen Menschen, Erwachsenen und Senioren

Sitz
CJD Zentrale ist Ebersbach an der Fils (Württemberg)

Wirkungsregion
bundesweite Vernetzung

 

Gründungsjahr
1947

 

Rechtsform
Das CJD ist ein gemeinnützig anerkannter, eingetragener Verein, der von einem hauptamtlichen Vorstand geleitet wird.

Mitarbeiter
bundesweit ca. 9500

Kontakt
Apfelstraße 13
15306 Seelow,
Tel. 03346 88150

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